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© Awakening Ayurveda 2003
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Die ayurvedische Konstitution
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Die Doshas Ein Wort, das Ihnen im Zusammenhang mit Ayurveda immer wieder begegnen wird, ist das Wort "Dosha". Die "Doshas" sind die Grundlage für das Verständnis von Ayurveda. Man kann sie mit dem Begriff "Funktions- bzw. Energie-prinzipien" übersetzen. Der Ayurveda unterscheidet drei dieser Energieprinzipien:
Vata - das Bewegungsprinzip Pitta - das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip Kapha - das Strukturprinzip
Die Doshas lassen sich aus den fünf Urelementen ableiten: Äther und Luft prägen das Vata-Dosha, Feuer und zu einem geringeren Teil Wasser prägen Pitta. Kapha wiederum leitet sich aus den Elementen Erde und Wasser ab
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Die physikalischen Qualitäten der Urelemente kennzeichnen die Eigenschaften der Doshas:
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Äther Luft
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Vata
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trocken, leicht, kalt, beweglich, rauh, schnell, subtil
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Feuer (Wasser)
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Pitta
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heiß, scharf, leicht, flüssig, ölig, beweglich
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Wasser Erde
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Kapha
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heiß, scharf, leicht, flüssig, ölig, beweglich
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Was hat das alles nun mit uns Menschen zu tun ? Wir finden die Energien der Doshas in unserem Körper und Geist wieder und sie übernehmen dort u.a. folgende Funktionen:
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Vata
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Bewegung
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Beweglichkeit, Wachheit, Trennung von Nähr- und Abfallstoffen, Ausscheidung, Atmung
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Pitta
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Stoffwechsel
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Verdauung, Sehkraft, Wärmeproduktion, Hunger & Durst, Intellekt, Elastizität
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Kapha
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Struktur
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Stabilität, Kraft, Geduld, Potenz, Geschmeidigkeit, Nachsicht, Mut und Großzügigkeit
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Vata ist z.B. zuständig für die Beweglichkeit, sowohl körperlich , als auch geistig (Wachheit), ist verantwortlich für die Trennung von Nähr- und Abfallstoffen, für die Ausscheidung und die Atmung. Pitta, das Feuerprinzip regelt u.a. die Verdauung, die Wärmeproduktion, Hunger - und Durstgefühl, aber auch die Sehkraft, außerdem ist es verantwortlich für den Intellekt und die Elastizität des Körpers, insbesondere der Gelenke. Kapha als Strukturprinzip gibt Stabilität, Kraft und Potenz und ist gleichzeitig Basis für die Eigenschaften Großzügigkeit, Mut und Nachsicht.
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Die Konstitutionstypen Die drei Doshas prägen mit ihren Eigenschaften und Funktionen die körperlichen und geistigen Eigenschaften eines Menschen:
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Charakter und Persönlichkeit
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das äußere Erscheinungsbild
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die Krankheitsdisposition
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Die Doshas sind in jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Diese unterschiedlichen Dominanzen formen den "Konstitutionstyp". Der Ayurveda unterscheidet 10 verschiedene Konstitutionstypen:
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1. Vata-Typ
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2. Pitta-Typ
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3. Kapha-Typ
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4. Vata-Pitta-Typ
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5. Vata-Kapha-Typ
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6. Pitta-Vata-Typ
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7. Pitta-Kapha-Typ
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8. Kapha-Vata-Typ
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9. Kapha-Pitta-Typ
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10. Vata-Pitta-Kapha-Typ
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Zuerst unterscheidet man die "reinen" Typen (1.-3.), die allerdings nicht häufig vorkommen. In der Regel gibt es die sogenannten Mischtypen mit zwei dominanten Doshas (4.-9.), ganz selten findet man den Drei-Dosha-Typ (10.), bei dem die Dominanzen gleichverteilt sind. Genetische und entwicklungsgeschichtliche Faktoren bestimmen die Konstitution. Dabei gibt es keine guten oder schlechten Konstitutionstypen. Jeder Mensch hat nämlich sein individuelles Gleichgewicht. Dieses Gleichgewicht ist nichts Statisches, sondern es entwickelt sich in jedem Augenblick neu. Gleichgewicht bedeutet Gesundheit. Ein Ungleichgewicht, das auf Dauer besteht, stört die Funktionen, die die Doshas im Körper übernehmen und daraus entstehen unterschiedliche Krankheitsbilder.
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Wie ermittelt man seinen Konstitutionstypen ? Als Einstieg ist es ganz interessant, sich typische Eigenschaften der "reinen" Dosha-Typen im Gleichgewicht und Ungleichgewicht zu vergegenwärtigen. Der Übersicht halber erfolgt das in Tabellenform:
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Der
Vata-Typ
trocken,
leicht, kalt, beweglich, rauh, schnell, subtil
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Im Gleichgewicht:
- Leichter Körperbau,
nimmt schwer zu
- kreativ, flexibel,
eloquent, innovativ, kreativer Chaot
- lebendig, wach
- ideales Reiseland
ist warm und feucht
- Abneigung gegen
kaltes Wetter
- Appetit und
Verdauung wechselhaft
Im Ungleichgewicht:
- Fängt viel
an, wenig Ausdauer
- läßt sich leicht
ablenken, unkonzentriert, leicht erstreut
- ruhelos, unruhiger
Schlaf
- kalte Hände
und Füße
- nervös, furchtsam,
viele Ängste
- verausgabt
sich schnell
- Typische Krankheitssyptome:
- Verdauungsstörungen
- Kopfschmerzen
- Tinnitus
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Der
Pitta-Typ
heiß,
scharf, leicht, flüssig, leicht ölig, beweglich
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Im Gleichgewicht:
- mittlere Statue
- sehr intelligent,
scharfsinnig, ehrgeizig
- guter Redner
- sucht neue
Herausforderungen, übernimmt gerne Führungsaufgaben
- Organisationstalent
- hohes Energieniveau
- lebhafter Appetit
Im Ungleichgewicht:
- Neigung zu
vorzeitigem Ergrauen und Haarausfall
- Neigung zu
Gereiztheit, Zorn und Eifersucht
- Abneigung gegen
Hitze
- Tendenz, sich
zu überfordern
- Typische Krankheitssymptome:
- Entzündungen,
vor allem der Augen
- Magengeschwür,
Sodbrennen
- Hitzeschübe
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Der
Kapha-Typ
schwer,
kühl, weich, zähflüssig, langsam, fest, glatt, ölig
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Im Gleichgewicht:
- stabiler, schwerer
Körperbau
- methodisch,
geduldig, ausdauernd
- tüftelt gerne,
plant, organisiert
- ausgeglichene
Persönlichkeit, „Fels in der Brandung“
- Routine wird
als angenehm empfunden
- mäßiger Hunger,
Genießer
- tiefer und
langer Schlaf
- Wärme ist wohltuend
Im Ungleichgewicht:
- langsame Verdauung
- Neigung zu
Übergewicht
- Tendenz zu
Gier, Neid, Besitztrieb
- langsam, lethargisch
- Typische Krankheitssymptome:
- Verschleimung
- Fettleibigkeit
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Vielleicht haben Sie sich in der einen oder anderen Beschreibung wiedererkannt. Die Einteilung, die hier vorgenommen wurde, ist natürlich sehr reduziert, vermittelt aber einen ersten praktischen Einblick. Im Ayurveda gibt es eine Methode der Dosha -Bestimmung, die durch einen ayurvedisch geschulten Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt wird: die sogenannte Pulsdiagnose. Mit dieser Diagnose fühlt er Ungleichgewichte im Puls und kann daraus die individuelle Krankheitsdisposition folgern und Empfehlungen ableiten.
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Ein kleines Hilfsmittel für den "Hausgebrauch" ist die ayurvedische Konstitutionstabelle, die einen Anhaltspunkt für die Verteilung der eigenen Dosha-Dominanzen liefert.
Was aber bringt die Doshas aus dem Gleichgewicht ? Hier muss man unterscheiden:
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Vata
- Ungleichgewichte entstehen u.a. durch
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- geistige und
körperliche Überanstrengung
- unregelmäßiger
Tagesrhythmus
- zu spätes ins
Bett gehen
- Reisen
- trockenes-kaltes,
windiges und wechselhaftes Wetter
- zu viel rohe
und trockene Nahrung
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Pitta
- Ungleichgewichte entstehen u.a. durch
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- zu viel geistige
Aktivität (Sprechen und Denken)
- Zeitdruck
- Ärger
- Alkohol und
Nikotin
- Hitze
- heiße, scharfe,
saure und salzige Nahrungsmittel
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Kapha
- Ungleichgewichte entstehen u.a. durch
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- zu wenig Bewegung
- zu viel Ruhe
und Schlaf
- feucht-kaltes
Wetter
- zu schweres
Essen ( besonders fett, kalt, süß
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Wie bereits am Anfang gesagt, finden sich die Energien der Doshas überall in der Natur, unserem Essen, unserem Umfeld wieder und sie haben ihren Einfluss auf die Dosha-Energien in uns.
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