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© Awakening Ayurveda 2003
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Die Ernährung
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Nahrung und Doshas
Die Doshas Vata-Pitta-Kapha prägen jeden Menschen individuell und die gesamte Natur, zwischen allem herrscht ein Wechselspiel der Energien. Nahrungsaufnahme ist Energieaufnahme und deshalb kommt im Ayurveda der Ernährung eine wichtige Bedeutung zu.
"Wer richtig isst, braucht keine Medizin, wer falsch isst, dem nützt keine Medizin"
Der Ayurveda unterscheidet sechs verschiedene Geschmackrichtungen (rasas): Süss, sauer, salzig, scharf, bitter, herb (zusammenziehend) Hier einige Nahrungsbeispiele:
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Beispiele
für die Rasas
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Süß
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Reis,
Süßkartoffeln, Getreide, Nudeln, Karotten, Süßspeisen |
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Sauer
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Joghurt,
Zirusfrüchte, Essig |
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Salzig
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alle
Salzsorten, Chips, Salzstangen |
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Scharf
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Gewürze
wie Pfeffer, Curry, Ingwer, Paprika, Knoblauch, Zwiebeln |
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Bitter
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grünes
Blattgemüse |
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Herb
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Hülsenfrüchte,
Kohl, Brokkoli, Fenchel, Auberginen, Rharbarber, Granatäpfel |
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Diese Rasas haben unterschiedliche Einflüsse auf die Doshas. Süß z.B. verringert Vata und Pitta, erhöht Kapha. Allgemein gilt, dass "süß" vitalisiert und gute Laune macht. Der folgenden Tabelle können Sie auch die Effekte der anderen Rasas entnehmen.
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Wirkung
der Rasas auf die Doshas
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Rasa
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V
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P
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K
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allgemein |
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Süß
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-
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-
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+
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vitalisiert,
gibt gute Laune |
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Sauer
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-
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+
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+
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weckt
auf, fördert die sinnliche Wahrnehmung |
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Salzig
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-
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+
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+
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regt
Verdauung an, stabilisiert Gefühlsschwankungen |
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Scharf
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+
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+
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-
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beschleunigt
Verdauung, gut für Kapha |
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Bitter
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+
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-
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-
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reguliert
Verdauungsprobleme |
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Herb
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+
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-
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-
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harmonisiert
Verdauungsfeuer |
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Was einseitige Ernährung bewirkt, lässt sich anhand dieser Aufstellung leicht erahnen. Deshalb empfiehlt der Ayurveda eine ausgewogene Ernährung im Hinblick auf die sechs Rasas. Dies gilt allerdings nur, solange keine Störung eines Doshas vorliegt. Bei einer typischen Pitta-Störung (u.a. Sodbrennen) sollte man Nahrung meiden, die Pitta noch erhöht (sauer, salzig, scharf), stattdessen mehr süß, bitter und herb essen. Über gezielte Nahrungsaufnahme können wir also unsere Doshas beeinflussen. Vorlieben und Abneigungen sind oftmals Signale des Körpers, weshalb individuelle Unverträglichkeiten meist kein Zufall sind. Die gesunde Körperintelligenz strebt immer das individuelle Gleichgewicht an.
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Der Stoffwechsel
Der deutsche Naturarzt Hufeland hat einen bedeutenden Ausspruch getan:
"Der Mensch lebt nicht von dem, was er isst, sondern von dem, was er verdaut."
Dieser Satz hat auch im Ayurveda eine zentrale Bedeutung. Was nutzen die gesündesten Nahrungsmittel, wenn wir sie nicht richtig verstoffwechseln können ! Welche Ursachen gestörter Verdauung gibt es?
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zu viel Nahrung
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Zwischenmahlzeiten
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degenerierte Nahrung (u.a. Dosen)
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zu spätes Essen
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gestörte Doshas
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Man unterscheidet verschieden Arten von Verdauungsstörungen:
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Vata-Störung: Blähungen, Verstopfungen, unregelmäßig
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Pitta-Störung: zu stark, Körper hat nicht genügend Zeit, zu verwerten, Sodbrennen, Geschwüre
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Kapha-Störung: zu träge, Völlegefühl, Müdigkeit
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Als Folge einer gestörten Verdauung entsteht "Ama". Ama sind Gift- und Schlackstoffe, die durch umzureichend verdaute Nahrung entstehen, aber auch durch unverarbeitete Gefühle, Konflikte, Belastungen. Ama hat demnach auch eine psychische Komponente. Zuviel Ama im Körper stört die Doshas, ein Teufelskreis. Ama ist die Ursache vieler Krankheiten.
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